Herbstausflug Ostschweiz

Bericht von Michael Krarup

Herbstausflug Buckelvolvo IG 23./24. Oktober 1999

Als letzte Ausfahrt vor dem Winterschlaf wollten wir die Ostschweiz erkunden, also haben wir uns angemeldet für das Wochenende, für uns aber ohne den Freitag Abend, die Anreise von Basel ist etwas lang, wenn man noch arbeiten muss.


Besammlung im Hafen Romanshorn

An der Anlegestation in Romanshorn waren wir die ersten, zwar etwas früh aber trotzdem nervös am falschen Ort gelandet zu sein. Kurz darauf traf der nächste Volvo ein und schon sank die Nervosität. Langsam trudelten jede Menge Autos ein, sogar die „Früheintreffer“ vom Freitag konnten sich vom Frühstücksbüffet lösen. In immer stärker werdendem Regen verliessen wir die Autos und bestiegen die Fähre nach Friedrichshafen und stärkten uns mit einem Kaffee an Bord.

Zum Glück liegt das Zeppelin Museum direkt am Hafen, so dass wir kaum nass wurden. Als erstes verzehrten wir das was in Deutschland ein „kleiner Teller“ genannt wird (bei uns wird das als Familienportion verkauft) und teilten uns anschliessend auf. Die Technik Freaks waren im Museum bestens aufgehoben, alleine die imposanten Exponate der Zeppeline machten die schiere Grösse der Flugzigarren deutlich. Andere spazierten in der Altstadt herum und brauchten die mitgebrachten D-Mark. Dann aber war die Zeit des Aufbruchs gekommen und wir tuckerten wieder zurück über den Bodensee. Bei solchen Anlässen ist es immer von Vorteil, wenn man Einheimische dabei hat, so konnten wir sowohl das Steuerhaus und den Maschinenraum besichtigen, eine Ehre die nicht allen zuteil wird.

In Romanshorn angekommen mussten wir vor der Weiterfahrt erst Wasser ablassen und Benzin auffüllen um für die Reise gewappnet zu sein. Im imposanten Tross ging es Richtung Appenzell bzw. Schwägalp wo das Etappenziel mit einem Bilderbuch-Sonnenuntergang auf uns wartete. Alle Autos wurden in Reih’ und Glied aufgestellt und gebührend bewundert und abgelichtet.

Die Zimmer übertrafen die Erwartungen und auch das Nachtessen liess keine Wünsche offen. Alle Kinder spielten wie die Engel zusammen und so konnten die Benzingespräche ihren Gang nehmen. Fotos von früheren Treffen machten die Runde, wie auch die Bilder der Restaurationen der Teilnehmer. Das Motto „Lieber früh am Morgen als spät am Abend ins Bett“ beherzten etliche der Anwesenden aber die Tagwache war gnädig angesetzt, so dass am nächsten Morgen alle rechtzeitig an der Talstation der Säntisbahn standen.

Nur waren wir nicht die Einzigen die in die Höhe wollten, ein Teil wurde daher auf die nächste Bahn vertröstet. Der erste Schnee hatte die Bergstation bereits eingenommen doch der Föhn sorgte für eine herrliche Fernsicht. Nach der Rückkehr auf die Schwägalp wurde nach einem Abschluss-Bitter wieder die Formation erstellt und die Fahrt ging nach Sulgen wo wir das Privatmuseum eines wahren Oldtimer Freundes besichtigen konnten.


Blick von der Seilbahn auf die Fahrzeuge

Die ausgestellten Autos sowie die Erläuterungen des Besitzers waren erstklassig, der gereichte Apero ebenso; ein gelungener Abschluss des Wochenendes. Stolz durften wir auf die vielen Kinder sein, die brav an Tischen sassen uns sich mit Papier und Farbstift beschäftigten ohne die wertvollen Ausstellungsstücke zu behelligen. Ein letzter Imbiss rundete den Anlass ab, der hervorragend organisiert war und allen Teilnehmern sicher nur in guter Erinnerung bleiben wird.

Michael Krarup

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