|
Bericht über die Herbstausfahrt vom 16./17. Oktober 2004 der Buckel-Volvo IG Schweiz |
|
Bericht von Sepp + Vreni Berglas, Stäfa Der Wetterbericht verhiess unbeständiges April-Wetter mit Schnee bis hinunter auf 1000 Meter. Wären wir nicht angemeldet gewesen, so hätten wir uns wohl nicht auf den Weg gemacht. Aber so gab es kein kneifen und wir machten uns auf ins Emmental. Was hätten wir alles verpasst, wären wir nicht gefahren. Eine sehr schöne Anreise mit Regenschauern und Sonnenschein, überholtem Lamborghini Diablo (dieses Auto hat einfach zu breite Reifen bei Regen!), Zwischenstop in Ursernbach, ein spannendes Kegel-Championat und zu guter Letzt die Fahrt bei Schneegestöber über die Panoramastrasse von Sörenberg nach Giswil. Doch schön der Reihe nach.
Mit Georges Fazan verabredeten wir uns in Dübendorf zwecks gemeinsamer Fahrt nach Wangen an der Aare zu Kurt und Jolanda Burkhalter. In Dübendorf angekommen zeigte uns Georges seine gepflegten Alltags- und nicht Alltagsautos. Der Zustand all seiner Wagen ist beneidenswert. Dies erklärt auch, weshalb Georges – trotz Pension – immer etwas knapp an Zeit ist. Bis all seine Wagen auf Hochglanz gebracht sind vergeht wirklich Zeit. Und die investiert er auch. Flott ging es auf der Autobahn in den Oberaargau. Trotz Regenwetter immer hart am Limit. Es machte sich wieder mal bezahlt, mit „Wienerli“ herum zu fahren. Die Fahrer der Boliden müssen sich bei solchem Wetter stark zurücknehmen. Nicht so der Herrenfahrer im Buckel. Dieses Auto hält stur seine Spur und mit einem fröhlichem Grinsen grüssten wir den Diablofahrer auf der rechten Seite. Lediglich der Einstufen-Scheibenwischer hatte mit den Wassermassen zu kämpfen. Über die gedeckte Holzbrücke ging es zu Kurt und Jolanda. Perfektes Timing. Die Sonne lachte, als wir an der Haustür klingelten. Kurt zeigte seinerseits seine Alltags- und nicht Alltagsautos und bald waren wir unter seiner kundigen Leitung auf dem Weg nach Ursernbach. Bei einem währschaften Emmentaler z’Mittag liessen wir es uns gut gehen und just in dem Moment als wir Kaffee bestellten, gesellten sich Mike Krarup und Jürg Widmer zu uns. Hatten sie doch zufälligerweise den gleichen Weg genommen und konnten von der Schönheit drei roter Volvos geblendet einfach nicht weiterfahren. Mit vier Volvos ging es nun ohne Halt über Sumiswald und Langnau im Emmental nach Signau. Im Gasthof Schlossberg angekommen erwartete uns bereits eine fröhliche Schar weiterer Teilnehmer um den Organisator Toni Reichen. Zusammenrücken hiess es. Der Gasthof war bis fast auf den letzten Stuhl besetzt. Angereist waren 21 Personen in 11 Autos. 6 PV 544, 2 PV 444, 2 Amazon und 1 Amazon-Kombi. Nach dem Zimmerbezug und dem obligaten Blick unter die Motorhauben traf man sich zum Abendessen. Die reichhaltige Karte liess keine Wünsche offen und das fröhliche Geplapper an den Tischen wurde erst etwas ruhiger, als das Essen serviert wurde und starb gänzlich ab, als niemand mehr den Teller leer essen konnte. Es war ausgezeichnet das Essen und mehr als reichlich. Wieder einmal wurde bestätigt, dass ein Gasthof mit dem Schild der „Les Routiers Suisses“ nicht nur ein Garant für einen grossen Parkplatz, sondern auch für sehr gute Gerichte sein kann. Wohlweislich hatte Toni verkündet, der Dessert werde erst nach dem Kegeln bestellt. Wäre dies nicht so gewesen so hätten wir entweder nicht mehr kegeln können (akute Lebensgefahr wegen Überessens) oder wir hätten uns selber kugeln können. Doch so ging alles glatt.
Das Kegel-Championat fand in zwei Gruppen statt. Nach je vier Durchgängen pro Bahn wurde der Sieger ermittelt. Mit profimässiger Unterweisung durch Pius Oeschger wurde gekegelt was das Zeugs hielt. Allerdings zeigte sich auch hier einmal mehr: Nicht die Schnellsten sind auch die Besten (gell René!). Alle Arten von Strategien wurden gespielt um besser zu sein als die Anderen. Die sehr schönen Preise spornten zu Höchstleistungen an. Babeli und Gassen gab es einige. Kranz lediglich einer. Die Preise stifteten Toni Reichen, Ädu Soltermann und Stephan Würsten. Ein herzliches Dankeschön allen Zusammen. Kurz bevor die Küche Feierabend machte wurden die Desserts geordert. Bis zur Lieferung verlas Toni Reichen die Rangliste. Die eine Gruppe war knapp besser als die Andere. Gesamtsieger wurde Pius der sich den wunderschönen Buckel Volvo im Massstab 1:18 von Revell im Rallye-Look als Preis sicherte. Der gelungene und gemütliche Abend klang wie üblich für die Einen etwas früher und für die Anderen etwas später aus. Nach einer guten Nacht traf sich die Schar zum reichhaltigen Frühstücksbuffet wieder. In der Nacht hatte es noch geregnet und auf den etwas höher liegenden Wiesen lag Schnee. Wolkenloser Himmel, klare Luft. Es war eine Freude die 11 schönen Veteranen Volvos, überzogen mit tausenden von kleinen Regentropfen, in der Sonne glitzern zu sehen. Die Zeche bezahlt, das Auto voll getankt ging es im Konvoi vorbei an schneebedeckten Alpwiesen über Chuderhüsi mit 18% Gefälle nach Würzbrunnen zum „Gotthelf-Kirchlein“ welches erstmals 1148 erwähnt wurde. Das Kirchlein steht mitten auf einer Waldwiese wo seinerzeit Szenen der Gotthelf-Filme gedreht wurden. Das diesen Sommer populär gewordene Sahlenweidli liegt gleich nebenan.
Die Taschen voller Rosskastanien kehrten die Kinder zu den Autos zurück. Über den Schallenberg, Eschholzmatt und Flühli ging es bis nach Sörenberg. Dass wir mit unseren Volvo Veteranen nicht die einzigen unterwegs waren, zeigte sich in Oberei. Hier parkte doch tatsächlich ein Ersthand 144er im Emmentaler Look. Etwas abgeschossener Lack da, kleine Beulen dort und wohl auch einige Löcher. Aber im Originalzustand und täglich im Einsatz. In Sörenberg labten wir die durstigen Kehlen. Vereinzelt wurde auch nach Nussgipfeln verlangt, um den weiteren Weg ohne Hungerast durchstehen zu können. Majestätisch wie sich die frisch verschneiten Berggipfel vor dem wolkenlosen, blauen Himmel präsentierten.
Hatten wir das Gasthaus noch bei strahlendem Sonnenschein betreten, so verliessen wir es mit den ersten Regentropfen. Die Panoramastrasse hinüber nach Giswil wartete und die Strasse gehörte uns. Die wenigen anderen Fahrzeugen machten freiwillig platz beim Anblick der Volvo Armada. Mit viel Schwung wurden die Kurven genommen und im nu waren wir auf dem nur im Sommer befahrbaren Glaubenbüelenpass mit seinen 1611 Metern angekommen. Leider kämpften wir uns durch das Schneegestöber, so dass wir das phantastische Panorama nur erahnen konnten. Im Hotel Restaurant Alpenrösli oberhalb von Giswil kehrten wir nochmals ein. So richtig Hunger hatte ja eigentlich niemand, aber wenn man schon mal da ist, versuchen kann man ja etwas. Hier wie im Gashof Schlossberg war das Essen ausgezeichnet. Müde von den vielen Eindrücken und natürlich auch vom reichhaltigen essen hiess es Abschied zu nehmen. Die Berner fetzten über den Glaubenbergpass zurück nach Hause, die Anderen nahmen die Autobahn unter die Räder. Trotz des teilweise schlechten Wetters, gingen zwei sehr schöne und gemütliche Tage zu ende. Herzlichen Dank an den Organisator Toni Reichen für die gute Organisation und Improvisation. Es war de plausch!
|