Ausflug in den Schwarzwald, Bericht in zwei Teilen, 24. / 25 September 2005 |
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Bericht von René Schaad Teil 1: Ausflug in den schwarzen Wald; Drama in drei Akten; Drehbuch
1. Akt: Die Ankündigung · Januar 2005: Terminkoordination Buckel-IG am Zürichsee; Schwarzwaldausflug 24. / 25. September 2005. 2. Akt: Die Vorbereitung · Juli 2005: Anmeldung im Hotel Schweigmatte per email · 1-Tag später: Anmeldung nicht mehr möglich, da Hotel wegen einer Veranstaltung ausgebucht. · 2-Tage später: Anmeldung wohl trotzdem noch möglich, da ich wahrscheinlich Teil der Veranstaltung bin. · 3-Tage später: Anmeldung geglückt. · Mitte September: Vorfreude steigt. Letzte zweitägige Veranstaltung in Sicht. · 23. September, am Tag davor: M. Kistenmacher teilt mit, dass sich nur R. Schaad, A. Zwahlen und Bernhard aus Stuttgart angemeldet hätten. Ausflug wird aber trotzdem durchgeführt. · 23. September, fünf Minuten später: R. Schaad sendet mail an J. Berglas z. Hd. von allen, verbunden mit dem Wunsch, doch auch noch zu kommen. Mail war wegen Ferienabwesenheit umsonst. 3. Akt: Die Ausführung · 24. / 25 September: Veranstaltung wird im intimen Kreis bei besten äusseren Bedingungen durchgeführt. Ein dickes Lob an G. und M. Kistenmacher für den Durchhaltewillen. · Ein Drama mit einem Happy-End, wenn der bittere Beigeschmack der mangelhaften Beteiligung nicht wäre. Teil 2: Ausflug in den Schwarzwald, wie es wirklich war. Nach einer baustellenbedingten Sternfahrt trafen wir drei Teilnehmer und die organisierenden Kistenmachers uns bei Oldtimerfreund Frank Uehlin auf der Schweigmatte.
Ein Blick auf die Speisekarte vergrösserte den Hunger. Die Wanderung auf den hohen Möhr wurde zugunsten eines Versperplättlis, Wurstsalats oder Zwetschgenkuchens auf den Sonntag Morgen verschoben. Wenn so wenige teilnehmen, ist man flexibel. Anschliessend fuhren wir im aus vier Fahrzeugen bestehenden Konvoi ein paar Kilometer durch Wälder, Felder und Dörfer zum Haus der Berta Schneider ( www.bauernhausmuseum.schneiderhof.de ). Diese hatte bis 1986 unter einfachsten Bedingungen dort gelebt.
Nach dem Tod von Berta Schneider hat ein Verein das Haus übernommen und in Stand gestellt (obiges Bild).
Hier ist Berta Schneider in ihrer Küche zu sehen. Wasser gibt's nur draussen am Brunnen. Licht spenden ein kleines Fenster und eine 15 Watt Birne. Der Rauch des Holzofens und des Küchenherdes wurde an die Küchendiele geleitet wo Speck und Würste hingen. Als Lohn für die Räucherei durfte Berta 10 % der Ware behalten. So kam sie zu Fleisch, denn die eigenen Haustiere starben eines natürlichen Todes. Ihre Notdurft verrichtete sie wie die Kühe und Geissen im Stall. Radio und Fernsehen kamen nicht ins Haus. Aehnlich wie im Ballenberg werden viele zeitgenössische Gebrauchsgegenstände gezeigt.
Zurück in der Schweigmatte bezogen wir die schönen, sauberen Zimmer und genossen die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse beim Apéro. Nach dem feinen Abendessen gesellte sich der Koch und Eigentümer Frank zu uns und wir konnten bis gegen Mitternacht fachsimpeln. Wiederum schönem Wetter bestiegen wir am Sonntagmorgen den hohen Möhr und den Aussichtsturm.
Als wir zurückkehrten, waren bereits einige Oldiefans am Stammtisch beim Vespern. Nach der Rast machten sich Frank und Töchterchen Lisa mit dem 121-er Gespann auf den Heimweg in der Nähe von Stuttgart. Der verbleibende Rest fuhr ans Oldtimertreffen nach Hasel.
Das Eintreffen glich dem Schaulaufen in Pebble-Beach. Wir bahnten unseren Weg zu einer Parkmöglichkeit durch hunderte von Zuschauern und Spaziergängern. Es herrschte richtige Volksfeststimmung. In der Festhalle spielte die Dorfmusik von Hasel zu Speis und Trank. Dutzende von Traktoren, Unimogs, Motorrädern und Autos konnten bewundert werden. Darunter befanden sich auch einige Raritäten wie z. B. Ford GT40 (Replica) oder ein Weltkugeltaunus im unrestaurierten Originalzustand mit Patina. Erschlagen von den vielen Eindrücken fuhren wir ein paar Kilometer weiter nach Binzgen bei Laufenburg. Dort kehrten wir im Restaurant eines Cousins von Martin Kistenmacher ein. Bei Hirschbraten oder Hasenrücken auf Salat beendeten wir diesen Ausflug würdig. Wenn nur die Beteiligung nicht so mies gewesen wäre..... Für den Bericht und die Fotos (sofern nicht aus dem Internet entlehnt): R. Schaad
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