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Bericht von
Kurt Burkhalter
Nach knapp 100 km Autobahnfahrt trafen wir am Samstag
24.Juni gegen 11 Uhr beim allgemeinen Treffpunkt – an der Hauptstrasse
in Oberhofen AG bei Silvia und Pius Oeschger ein. Der Empfang war
herzlich, das Wetter schwülwarm – jedermann/frau suchte gleich die
schatten spendende Atmosphäre – und für das leibliche Wohl in Form eines
Begrüssungsapéro war auch gesorgt. Kurzum, die Rahmenbedingungen
stimmten…….und sollten uns über das ganze Wochenende hin begleiten.
Sofort entwickelten sich lockere (Benzin-) Gespräche – nach und nach
trafen die Teilnehmer ein, bis dann Pius kurz nach Mittag zum Aufbruch
rief. Weiter ging die Fahrt nach Reuenthal (ca. 12 km) und am Rhein
gelegen, zur Besichtigung des Festungsmuseums. Dort wurden wir schon von
einem Führer erwartet, der uns vorerst mit allgemeinen
Informationen….und ernsten, aber auch lustigen Anekdoten eindeckte, bis
dann jeder auf eigene Faust das Museum erkunden konnte.
Das
Artilleriewerk Reuenthal war ab 1939 einsatzbereit und hatte im
Kriegsfall den Auftrag – mittels 2 Kanonen 7,5 cm als Hauptbewaffnung -
einen Rheinübergang von deutscher Seite her zu verhindern. Seit 1988 ist
die Festungsanlage militärisch ausgemustert und in ein Museum
umgewandelt worden; unter anderem mit einer umfangreichen und
einzigartigen Sammlung von Handfeuerwaffen. Nach all den Eindrücken, die
teilweise ein recht beklemmendes Gefühl in Form von allgemeiner
Vergangenheitsbewältigung bis hin zum Gedanken „Hoffentlich nie wieder!“
heraufbeschwor, ging die Fahrt dann weiter bis Koblenz, dann über die
Grenze Richtung Schwarzwald.
Nach
ca. 50 km Fahrt – durch eine wunderschöne Gegend – erreichten wir über
Todtmoos die Ortschaft Gschwend; hier hiess es umladen und sortieren,
d.h. die Buckel mit B4B Maschine ganz hinten. Der Grund war unser
Zielort – die „Gisiboden-Alm“ – nur erreichbar über eine 9 km lange
Steigung mit schmaler Strasse und einigen Spitzkehren, die es in sich
hatten und vor allem den älteren Fahrzeugen alles abverlangten. Auch ich
spürte beim „Portugiesen“ die Wirkung der Zentrifugalkraft; das ging
soweit, dass sich die Befestigungsschraube vom Luftfilter selbstständig
machte und derjenige dann lose im Motorraum hing. Und das, trotz oder
vielleicht wegen meiner leistungsoptimierten Aufrüstung mit
geschweisstem Auspuff-Kollektor und neuem Solex-Vergaser. So erreichten
alle – ohne nennenswerte Probleme – die „Alm“ und haben sich diesen
„Bergpreis“ redlich verdient. Während die erhitzten Motoren abkühlten
konnte jedermann, nach dem Dröhnen und etwelchen Schweissausbrüchen, die
Ruhe, die Stille geniessen; ………ist das nicht Heimat pur?
Nach
dem Zimmerbezug kamen die kulinarischen Genüsse zum tragen – deftig und
reichlich, eben einer „Alm“ entsprechend – mit einem extrem guten
Preis-Leistungsverhältnis. Durch nicht enden wollende Diskussionen und
dem wohlverdienten Schlummertrunk beendeten wir diesen ereignisreichen
Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück – wiederum bei strahlendem Wetter
– und nachdem alle ihre Fahrzeuge durchgecheckt hatten, ging die Fahrt
wieder runter von der „Alm“ über Schopfheim, Grenzübergang Bad Säckingen
zum nächsten Zwischenhalt; Sportflugplatz Schupfart. Während wir uns an
Eis oder Getränk erfrischten, wurden wir von einem Sympathisanten
unserer „Buckels“ angesprochen; es stellte sich heraus, dass er
Sportflieger ist. Kurzerhand schlug er uns eine Führung durch Hangar und
Werkstatt vor, wo wir dann viel Wissenswertes über (Oldtimer-)
Sportflugzeuge erfuhren; ein wirkungsvoller Event. Noch überwältigt von
dieser etwas anderen (Hobby-?) Welt fuhren wir nach Oberhofen zurück, wo
zwischenzeitlich der Grill von den Organisatoren auf Betriebstemperatur
gebracht wurde. Sofort wurde er mit Fleisch aller Art bestückt und schon
bald duftete es nach Marinade und Grillade, ergänzt durch ein tolles
Salatbuffet und jede Menge Getränke. Wer Lust hatte, konnte noch das
„Volvo-Zimmer“ von Pius begutachten – eine spezielle Ambiente! Zudem
hatte er einen Fragebogen ausgearbeitet; die Auflösung von diesem Quiz
inklusive eines selbst organisierten (Chapeau!) Gabentempels rundeten
diesen Grillnachmittag ab und waren ein schöner Abschluss.
An
dieser Stelle den Organisatoren ein herzliches Dankeschön für Ihren
Einsatz und die angebotene Infrastruktur.
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