Ausflug in den Schwarzwald 2006

Bericht von Kurt Burkhalter 

Nach knapp 100 km Autobahnfahrt trafen wir am Samstag 24.Juni gegen 11 Uhr beim allgemeinen Treffpunkt – an der Hauptstrasse in Oberhofen AG bei Silvia und Pius Oeschger ein. Der Empfang war herzlich, das Wetter schwülwarm – jedermann/frau suchte gleich die schatten spendende Atmosphäre – und für das leibliche Wohl in Form eines Begrüssungsapéro war auch gesorgt. Kurzum, die Rahmenbedingungen stimmten…….und sollten uns über das ganze Wochenende hin begleiten. Sofort entwickelten sich lockere (Benzin-) Gespräche – nach und nach trafen die Teilnehmer ein, bis dann Pius kurz nach Mittag zum Aufbruch rief. Weiter ging die Fahrt nach Reuenthal (ca. 12 km) und am Rhein gelegen, zur Besichtigung des Festungsmuseums. Dort wurden wir schon von einem Führer erwartet, der uns vorerst mit allgemeinen Informationen….und ernsten, aber auch lustigen Anekdoten eindeckte, bis dann jeder auf eigene Faust das Museum erkunden konnte.

 

Das Artilleriewerk Reuenthal war ab 1939 einsatzbereit und hatte im Kriegsfall den Auftrag – mittels 2 Kanonen 7,5 cm als Hauptbewaffnung -  einen Rheinübergang von deutscher Seite her zu verhindern. Seit 1988 ist die Festungsanlage militärisch ausgemustert und in ein Museum umgewandelt worden; unter anderem mit einer umfangreichen und einzigartigen Sammlung von Handfeuerwaffen. Nach all den Eindrücken, die teilweise ein recht beklemmendes Gefühl in Form von allgemeiner  Vergangenheitsbewältigung bis hin zum Gedanken „Hoffentlich nie wieder!“ heraufbeschwor, ging die Fahrt dann weiter bis Koblenz, dann über die Grenze Richtung Schwarzwald.

Nach ca. 50 km Fahrt – durch eine wunderschöne Gegend – erreichten wir über Todtmoos die Ortschaft Gschwend; hier hiess es umladen und sortieren, d.h. die Buckel mit B4B Maschine ganz hinten. Der Grund war unser Zielort – die „Gisiboden-Alm“ – nur erreichbar über eine 9 km lange Steigung mit schmaler Strasse und einigen Spitzkehren, die es in sich hatten und vor allem den älteren Fahrzeugen alles abverlangten. Auch ich spürte beim „Portugiesen“ die Wirkung der Zentrifugalkraft; das ging soweit, dass sich die Befestigungsschraube vom Luftfilter selbstständig machte und derjenige dann lose im Motorraum hing. Und das, trotz oder vielleicht wegen meiner leistungsoptimierten Aufrüstung mit geschweisstem Auspuff-Kollektor und neuem Solex-Vergaser. So erreichten alle – ohne nennenswerte Probleme – die „Alm“ und haben sich diesen „Bergpreis“ redlich verdient. Während die erhitzten Motoren abkühlten konnte jedermann, nach dem Dröhnen und etwelchen Schweissausbrüchen, die Ruhe, die Stille geniessen; ………ist das nicht Heimat pur?

 

Nach dem Zimmerbezug kamen die kulinarischen Genüsse zum tragen – deftig und reichlich, eben einer „Alm“ entsprechend – mit einem extrem guten Preis-Leistungsverhältnis. Durch nicht enden wollende Diskussionen und dem wohlverdienten Schlummertrunk beendeten wir diesen ereignisreichen Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück – wiederum bei strahlendem Wetter – und nachdem alle ihre Fahrzeuge durchgecheckt hatten, ging die Fahrt wieder runter von der „Alm“ über Schopfheim, Grenzübergang Bad Säckingen zum nächsten Zwischenhalt; Sportflugplatz Schupfart. Während wir uns an Eis oder Getränk erfrischten, wurden wir von einem Sympathisanten unserer „Buckels“ angesprochen; es stellte sich heraus, dass er Sportflieger ist. Kurzerhand schlug er uns eine Führung durch Hangar und Werkstatt vor, wo wir dann viel Wissenswertes über (Oldtimer-) Sportflugzeuge erfuhren; ein wirkungsvoller Event. Noch überwältigt von dieser etwas anderen (Hobby-?) Welt fuhren wir nach Oberhofen zurück, wo zwischenzeitlich der Grill von den Organisatoren auf Betriebstemperatur gebracht wurde. Sofort wurde er mit Fleisch aller Art bestückt und schon bald duftete es nach Marinade und Grillade, ergänzt durch ein tolles Salatbuffet und jede Menge Getränke. Wer Lust hatte, konnte noch das „Volvo-Zimmer“ von Pius begutachten – eine spezielle Ambiente! Zudem hatte er einen Fragebogen ausgearbeitet; die Auflösung von diesem Quiz inklusive eines selbst organisierten (Chapeau!) Gabentempels rundeten diesen Grillnachmittag ab und waren ein schöner Abschluss.

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An dieser Stelle den Organisatoren ein herzliches Dankeschön für Ihren Einsatz und die angebotene Infrastruktur.

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